Techniken

Für den Ausdruck von 3D-Objekten stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Für alle Techniken gilt, dass das Modell in Schichten ausgedruckt wird. Wenn eine Schicht fertig ist, wird die nächste gedruckt. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das Objekt fertig gestellt ist. AMR Europa verfügt über 3D-Drucksysteme, die mit der DLP-, der MEM- oder der SHS-Technik arbeiten. Jede dieser Techniken hat ganz spezielle Eigenschaften und Anwendungsgebiete. Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung dieser Techniken.

 

Digital Light Processing (DLP)

DLP Printing

 

Bei der DLP-Technik wird lichtempfindliches Harz verwendet, das mithilfe eines Beamers ausgehärtet wird. Eine (sehr) dünne Schicht Harz wird auf eine Folie aufgebracht, worauf der Beamer eine vollständige Schicht des Modells in einem Arbeitsgang aushärtet. Anschließend wird eine weitere Harzschicht auf die Folie aufgebracht, und der Vorgang wird wiederholt. Im Gegensatz zu vielen anderen Techniken wird beim DLP-Verfahren das Modell von unten her aufgebaut. DLP arbeitet mit sehr dünnen Säulen, die als Stützen für die überhängenden Teile des Modells fungieren. Diese können nach dem Druckvorgang mühelos entfernt werden.

 

 

Details

Technik DLP
Funktionsweise Lichtempfindliches Harz und Beamer
Stützstruktur Ja
Minimale Schichtstärke 0,0125 mm (12,5 µ )

Eigenschaften

  • Hohe Auflösung
  • Kurze Konstruktionszeit
  • Keine Nachbearbeitung erforderlich.

Melted Extrusion Manufacturing (MEM)

FDM Printing

Bei der MEM-Technik wird ein thermoplastischer Kunststoff (wie etwa ABS oder PLA) in einem Druckkopf durch Erhitzen verflüssigt. Anschließend gibt eine austauschbare Spritzdüse einen dünnen Materialfaden aus.
Sobald eine Schicht fertig ist, wird das Druckbett um eine Schichtenstärke abgesenkt, und die nächste Schicht wird gedruckt. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Modell vollständig aufgebaut ist.
Diese Technologie, die zu den am weitesten verbreiteten Verfahren gehört, wird oft auch als FDM (Fused Deposition Modeling) bezeichnet.

Die Drucker Inspire und DeeRed 3D verfügen über zwei Spritzdüsen, die es ermöglichen, gleichzeitig mit dem Konstruktionsmaterial auch das Stützmaterial auszudrucken. Dieses Stützmaterial muss nach dem Druck entfernt werden. AMR Europe benutzt ein Stützmaterial, das ohne Verwendung von Chemikalien mithilfe von Wasser entfernt werden kann.

 

Details

Technik MEM
Funktionsweise Kunststofffaden, Spritzdüse
Stützstruktur Ja
Minimale Schichtstärke 0,15 mm

Eigenschaften

  • Robust und widerstandsfähig
  • Einfache Bedienung
  • Bewährte Technik

Selective Heat Sintering (SHS / SLS)

 

Techniek SHS

Die SHS-Drucktechnik arbeitet mit einem pulverförmigen Grundmaterial und einem erhitzbaren Druckkopf. Das Pulver wird durch den Druckkopf nach den Konturen des Modells zusammengeschmolzen.

Wenn eine vollständige Schicht des Modells erstellt wurde, wird eine neue Pulverschicht aufgebracht und der Vorgang wird wiederholt, bis das gesamte Modell fertig ist.

Bei dieser Technik sind keine Stützmaterialien erforderlich, da das Pulver diesen Zweck erfüllt. Das noch nicht verschmolzene Pulver (das als Stützmaterial benutzt wurde) kann daher erneut verwendet werden.

Man kann diese Technik mit der SLS-Technik vergleichen, allerdings arbeitet sie mit einem erhitzbaren Druckkopf und benötigt keinen (kostspieligeren) Laser.

 

Details

Technik SHS
Funktionsweise Pulverförmiges Konstruktionsmaterial mit erhitztem Druckkopf
Stützstruktur Nein
Minimale Schichtstärke 0,10 mm

Eigenschaften

    • Gute mechanische Eigenschaften
    • Druck mehrerer Modelle gleichzeitig
    • Kein Stützmaterial erforderlich